Thomas-Michael Baggeler

Mit dem Mut zur Veränderung

08. Mai 2017 / / , , , / keine Kommentare

Manuela Müller ist Geschäftsfrau. Vor einigen Jahren hat sie aus dem Unternehmen ihres Vaters heraus einen neuen Geschäftszweig entwickelt. Zielstrebig wie sie war, hat sie das zarte Pflänzchen zum Blühen gebracht. Gern ist sie jeden Tag in die Firma gegangen, hat mit Kunden verhandelt, mit Mitarbeitern gesprochen, Lieferungen kontrolliert, Neuerungen entwickelt, Bilanzen gelesen, das Unternehmen bei Terminen repräsentiert. Die Arbeit hat ihr großen Spaß gemacht. Sie konnte gar nicht genug davon bekommen. Entspannung? Zur Ruhe kommen? Das brauchte sie nicht.

Und dann, von einem Tag auf den anderen, war alles anders. Manuela Müller fühlte sich müde, ausgepowert. Was denn mit ihr los sei, wurde sie gefragt, sie wirke so kraftlos. „Nichts“, hat sie dann geantwortet, „alles wie immer.“ Dabei hat sie immer öfter an ein Hamsterrad denken müssen. Die meisten Menschen kennen eine solche Situation. Plötzlich und aus vollem Lauf bremst uns etwas aus – ein Ereignis, unser Körper oder unsere Seele. Im ersten Moment merkt man es oft gar nicht. Dann will man es nicht wahrhaben.

Die eigenen Signale überhören

Die Gründe für diese unerwarteten Wendungen sind vielfältig. Äußere Einflüsse können es sein, Krankheiten, seelische Belastungen. Oft entsteht die Ermüdung in unserem Inneren. Die Signale unseres Körpers oder unserer Seele zu überhören, ist vordergründig einfach und funktioniert im Alltagsstress für einige Zeit, bis unser Inneres uns ausbremst. Dann scheint nichts mehr zu gehen. Alles stagniert. Man fühlt sich wie ausgeschaltet. Manchmal ist man das sogar. Körper, Geist und Seele teilen uns mit, dass sie eine Pause brauchen. Dann waren wir vielleicht achtsam mit unserem Umfeld, uns selbst haben wir vernachlässigt. Aber woran liegt das? Warum sind wir in so vielen Situationen nicht bereit oder in der Lage, auf uns selbst zu achten? Der Grund für unser Verhalten ist so menschlich wie unangenehm. Denn ehrlich auf das eigene Leben zu sehen, fällt schwer. Genau hinzuschauen kann anstrengend sein, manchmal sogar schmerzhaft. „Was tue ich?“ – „Was unterlasse ich?“ – „Was tut mir gut und was nicht?“ Diese Fragen zu beantworten, zu hinterfragen, was im eigenen Leben passiert, erfordert Mut zur Veränderung. Die Stabilität des Bekannten zu verlassen und zu neuen Ufern aufzubrechen, ist schwer. Schließlich weiß man nicht, was kommt.

Sicherheit suchen im alten Trott

Und so tun viele Menschen alles, um ihren alten Trott zu behalten. So wie Dr. Bernreiter, der für seine Praxis ein neues Terminsystem bestellte, weil er aus dem täglichen Hamsterrad herauswollte. Er war es leid, zwischen den Behandlungsräumen hin- und herzuhetzen, für nichts und niemanden Zeit zu haben und bis in die Nacht hinein die Aktenberge aufzuarbeiten, die den Tag über liegen geblieben waren. Also orderte er das volle Programm: Terminkalender im Computer, Schulung für die Mitarbeiterinnen (nur Frauen?), Patienteninformationen, alles. Eines aber orderte er nicht: einen einfühlsamen Begleiter, der mit ihm diese Veränderung durchleben würde. Schließlich kam der große Tag. Der Tag, an dem das neue System vorgestellt werden sollte. Was tat Dr. Bernreiter also? Am Ende der Schulung verließ ihn der Mut. Er schickte die Firma weg, die das Terminsystem installiert hatte – und zu seinen Mitarbeiterinnen sagte er: „Alles bleibt beim Alten, das hat mein Vater schon so gemacht.“

Veränderung ist einfach – oder doch nicht?

Auch das kennen viele von uns. Anfangs scheint die Veränderung ganz einfach und greifbar nah. Wir erkennen, was uns ausbremst und ermüdet. Die ersten Ansätze fühlen sich oft noch gut an. Aber dann trifft uns die Erkenntnis, dass sich tatsächlich etwas verändern könnte. Und wenn wir Pech haben, verlässt uns der Mut wieder. Den Gedanken, dass Mut belohnt wird, dass uns die Veränderung weiterbringt, schieben wir in dem Augenblick weit von uns. Das ist der Moment, in dem sich die Begleitung durch einen guten und umsichtigen Coach bewährt – einen Berater, der uns mit Erfahrung und Einfühlungsvermögen bestärkt, den inneren Kompass wieder auszurichten, einen Begleiter, der hilft, diese inneren Klippen zu umschiffen.

 

Denn mit Mut und einfühlsamer Hilfe nimmt das Leben wieder an Fahrt auf. Die Kraft kehrt zurück, die Lebensfreude ist wieder da. So wie bei Martina Müller: Inzwischen hat sie ihre Krise überwunden, hat mithilfe eines einfühlsamen Unternehmer-Seminars wichtige Veränderungen in ihrem Leben vorgenommen. Gestärkt und mit neuer Freude meistert sie nun ihren Alltag.

 

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